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Falken (Falconidae)

Neben den „eigentlichen“ Greifvögeln der Ordnung Accipitriformes mit den Familien Pandionidae (Fischadler) und Accipitridae (Habichtverwandte) kommen in Deutschland auch mehrere Falkenarten vor, die allesamt der Ordnung Falconiformes und hierin der Familie Falconidae (Falken) angehören. Alle diese Falkenarten sind nahe mit einander verwandt und werden der Gattung Falco zu geordnet. Sie stellen eine stammesgeschichtlich relativ junge Vogelgruppe dar, die sich im Laufe der Evolution schnell in verschiedene Arten aufspaltete.

Ihnen gemeinsam sind unter anderem einige Eigenheiten im Körperbau und Verhalten: So haben die Arten der Gattung Falco kein eigenes „Verhaltensprogramm“ zum Nestbau und sind somit darauf angewiesen, geeignete Plätze zur Eiablage vor zu finden. Dies können z.B. waagerechte Felsbänder in Steilwänden, in den Tundren der Nordhalbkugel z.T. der flache Erdboden oder neuerdings auch Nischen und Simse menschlicher Gebäude sein. Es werden aber auch verlassene Nester anderer Vogelarten ähnlicher Größe als Brutplatz angenommen.

Falken töten ihre Beute vornehmlich durch einen gezielten Biss entweder in die Halswirbelsäule (bei größeren Beutetieren) oder in die Schädeldecke (bei kleineren Beutetieren) und werden deshalb auch als „Bisstöter“ bezeichnet. Ihre Krallen sind in der Regel weniger lang als die jenigen der Habichtverwandten und werden in der Hauptsache nur zum Festhalten der Beute eingesetzt.

Eine Besonderheit in der Schnabelkonstruktion, der so genannte „Falkenzahn“, erleichtert ihnen diesen Tötungsbiss: Hierbei handelt es sich um eine spitze, zahnartige Ausbuchtung der Schneidekanten auf beiden Seiten des Oberschnabels, der im Unterschnabel links und rechts jeweils eine entsprechend geformte Einkerbung gegenüber steht.

Allen Vertretern der Gattung Falco gemeinsam sind u.a. relativ lange, spitz zu laufende Flügel, die bereits erwähnten eher kurzen Krallen, eine zeitlebens dunkelbräunlich gefärbte Iris des Auges sowie eine kleine, stiftartige Struktur im Zentrum des Nasenlochs, welche die beim schnellen Flug einströmende Luft verwirbeln hilft und so die Atmung erleichtert.

Falken jagen vornehmlich in offenen Landschaften bzw. im freien Luftraum und sind in größeren, geschlossenen Waldungen in der Regel nicht an zu treffen.

Webcams zu Falken

Auf der Seite TierWebcams.de finden Sie Webcams aus aller Welt. Auch die Falken sind zur Zeit mit 17 Webcams vertreten: Falken Webcams

Alle Falken auf Greifvogel.de:

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Turmfalke Länge: 33-38 cm Flügelspannweite: 68-82 cm Gewicht: 163-290 g Brutbestand Deutschland: ca. 49.500 Paare. Brutbestand Europa: im Mittel ca. 462.000 Paare. Nach dem Mäusebussard ist der Turmfalke der zweithäufigste Greifvogel in Deutschland. Oft sieht man ihn ...

Wanderfalke Länge: ca. 38-45 cm Flügelspannweite: ca. 90-105 cm Gewicht: 580-1090 g Brutbestand Deutschland: ca. 850 Paare. Brutbestand Europa: im Mittel ca. 14.800 Paare. Auf der ganzen Welt gibt es kein schnelleres Lebewesen als den Wanderfalken: Auf der Jagd erreicht ...