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Länge: 28-33 cm
Flügelspannweite: ca. 60-67 cm
Gewicht: 155-220 g

Brutbestand Deutschland: Die Art brütet nicht in Deutschland.
Brutbestand Europa: im Mittel ca. 39.640 Paare.

Neben dem » Sperber ist der Merlin der kleinste Greifvogel Europas: Das Männchen, deutlich kleiner als das Weibchen, ist nur wenig größer als eine große Drossel!

Island, die nördlichen Teile der britischen Inseln, Skandinavien und Nordrussland bilden das Brutgebiet der Art in Europa. Die meisten dieser nordischen Merline sind Zugvögel und überwintern vor allem im Mittelmeerraum, einige aber auch bereits an nahrungsreichen Stellen in Mitteleuropa. Sie ziehen praktisch zeitgleich mit ihrer Hauptbeute, verschiedenen Kleinvögeln. In Mitteleuropa sind sie etwa von Ende September bis März/April zu beobachten.

Man begegnet dem Merlin im Winterhalbjahr vor allem in offenen, baumarmen Landschaften wie Mooren, Heiden, ausgedehnten Wiesen, weiten landwirtschaftlichen Anbauflächen und im Küstenbereich. Hier macht er Jagd auf verschiedene Kleinvögel wie z.B. Lerchen, Pieper, Finken und Drosseln.

Der typische Jagdflug des Merlins führt ihn mit hoher Geschwindigkeit flach über den Erdboden, wo er mit „propellerartig“ wirbelnden Flügelschlägen dahinschießt. Dabei unterscheiden ihn seine falkentypisch spitzen Flügel vom manchmal ähnlich jagenden, rundflügeligen Sperber. Dieser flicht zudem auch viel häufiger kurze Gleitstrecken in seinen Flug ein.

Überraschenderweise (weil nicht näher miteinander verwandt) sind adulte Merlinmännchen ähnlich gefärbt wie adulte Sperbermännchen: Die blaugraue Oberseite in Kombination mit der weitgehend orangeroten Unterseite macht beide zu recht „bunten“ Greifvögeln. Merline sind aber unterseits längsgestreift, während Sperber eine Querbänderung tragen. Der graue Schwanz adulter Merlinmännchen trägt eine breite schwärzliche Endbinde. Derjenige von Weibchen und Jungvögeln ist graubraun bis dunkelbraun und besitzt ca. 5 schmale beige Querbinden, ein gutes Kennzeichen gegenüber dem Sperber. Um adulte Weibchen und Jungvögel im Freiland zu unterscheiden, braucht man gute Bedingungen: Vögel im Jugendkleid sind oberseits eher dunkelbraun und zeigen rostbeige Federsäume und -flecken, Weibchen gehen eher ins Gräuliche und tendieren zu einer Querbänderung auf den Federn der Oberseite.

Der gedrungene, kompakte Körperbau des Merlins mit breit ansetzenden, eher kurzen Flügeln unterscheidet ihn von den anderen kleinen Falken.