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Die meisten Arten der » Habichtverwandten besitzen relativ lange und gekrümmte Krallen. Sie dienen ihnen neben dem notwendigen Festhalten der Beute auch zum Töten derselben, denn die Habichtverwandten sind in erster Linie „Grifftöter“, d.h. sie töten ihre Beutetiere vornehmlich durch Kneten und Walgen mit den Fängen. Dadurch perforieren ihre Krallen lebenswichtige Organe im Körperinneren und führen meist schnell zum Tod des Opfers.

Im Gegensatz dazu bezeichnet bezeichnet man die Falken als „Bisstöter“: Sie benutzen ihre Fänge und Krallen in erster Linie zum Festhalten der Beute, die daraufhin durch einen Biss in die Halswirbelsäule oder, bei kleineren Beutetieren, in den Schädel getötet wird.

In beiden Familien kommen Mischformen beider Varianten vor.

Neben diesen beiden primären Tötungsweisen ist aber auch der bloße Aufprall der Fänge/Krallen des Greifvogels auf die Beute nicht zu unterschätzen: Häufig genügt schon dieser „Schlag“, um das Beutetier durch den Schock zu lähmen bzw. sogar zu töten. Das wird verständlich, wenn man einen Blick auf die Auftreffgeschwindigkeiten der Fänge verschiedener Greifvögel im Moment des Zupackens betrachtet:

Untersuchungen mit Hilfe einer Hochgeschwindigkeitskamera mit 800-1000 Bildern pro Sekunde des amerikanischen Ornithologen G. E. Goslow ergaben zum Beispiel, dass die Fänge des » Habichts (Accipiter gentilis) mit Geschwindigkeiten zwischen 14,0 und 22,5 m/s auf die Beute treffen, was 50,4 bzw. 81,0 km/h entspricht.

Als Vergleichsart diente Goslow u.a. der Rotschwanzbussard (Buteo jamaicensis), eine dem einheimischen » Mäusebussard (Buteo buteo) nahe verwandte und somit vergleichbare Art. Seine Fänge erreichten beim Aufprall immerhin eine Geschwindigkeit von 6,5 m/s, entsprechend 23,4 km/h.

Die Stärke des Schlags wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Deshalb ist, bei annähernd gleicher Körpermasse, der Beuteschlag des Habichts in etwa 10-mal stärker als derjenige des Rotschwanzbussards (respektive Mäusebussards).